Herner Piraten kritisieren fehlende Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes in der Wanner Fußgängerzone
Der Halloween-Abend am 31. Oktober hat in der Wanner Fußgängerzone einmal mehr Fragen zur öffentlichen Sicherheit und zur Präsenz der städtischen Ordnungskräfte aufgeworfen. Während sich im Laufe des Abends mehrere Gruppen von Jugendlichen dort aufhielten und wiederholt Böller gezündet wurden, kam es immer wieder zu Situationen, in denen sich Jugendliche und Polizeikräfte regelrechte Jagdszenen lieferten.
Die Polizei war über den gesamten Abend vor Ort und zeigte Präsenz. Dennoch war die Situation für viele Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Fußgängerzone aufhielten, mit einem spürbaren Verlust des Sicherheitsgefühls verbunden.
Wo war der Kommunale Ordnungsdienst?
Was bei der Beobachtung des Abends besonders auffiel: Eine sichtbare Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) der Stadt Herne war nicht festzustellen.
Gerade bei einem vorhersehbaren Ereignis wie Halloween, an dem erfahrungsgemäß mit einem erhöhten Aufkommen von Menschen und möglichen Konfliktsituationen zu rechnen ist, hätte eine gemeinsame Präsenz von Polizei und KOD nahegelegen.
Der Kommunale Ordnungsdienst ist schließlich nicht ohne Grund ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Ordnung in unserer Stadt. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem Präsenzstreifen, die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und die Zusammenarbeit mit der Polizei. Er soll nicht nur bei konkreten Verstößen einschreiten, sondern durch seine sichtbare Anwesenheit auch das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken.
Die Stadt muss ihre Einsatzplanung hinterfragen
Die Herner Piratenpartei erwartet, dass die Stadtverwaltung die Ereignisse zum Anlass nimmt, ihre Einsatz- und Präsenzplanung für solche besonderen Abende zu überprüfen.
Eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst kann dazu beitragen, Konflikte frühzeitig zu erkennen, auf Regelverstöße zu reagieren und das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort zu stärken.
Die Wanner Fußgängerzone muss ein Ort bleiben, an dem sich alle Menschen aufhalten können, ohne sich durch die Situation im öffentlichen Raum verunsichert zu fühlen. Dafür braucht es nicht nur die Polizei, sondern auch einen sichtbar und verlässlich eingesetzten Kommunalen Ordnungsdienst.
Anfrage im Rat angekündigt
Wir als Herner Piraten werden die Vorfälle zum Halloween-Abend zum Anlass nehmen, eine Anfrage im Rat der Stadt Herne zu stellen. Dabei wollen wir insbesondere klären, wie die Einsatzplanung des Kommunalen Ordnungsdienstes an diesem Abend aussah, ob eine Präsenz in der Wanner Fußgängerzone vorgesehen war und aus welchen Gründen der KOD dort nicht sichtbar in Erscheinung getreten ist.
Wir wollen wissen, welche Konsequenzen die Stadt aus den Ereignissen zieht und wie künftig sichergestellt werden kann, dass Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst bei vergleichbaren Anlässen abgestimmt und sichtbar präsent sind.
















