Klarmachen zum Ändern!

Das Internet ist in Gefahr

Die geplante EU-Urheberrechtsreform bedroht weiter unser freies und geliebtes Internet. Nachdem sich die EU-Mitgliedsstaaten zunächst nicht über die Einführung von Uploadfiltern und eines „Leistungsschutzrechts“ auf Links einigen konnten, kommt es jetzt schlimmer als erwartet.
In den Trilog-Verhandlungen haben sich EU-Parlament, Kommission und Rat auf die Einführung von Uploadfilter und Leistungssschutzrecht geeinigt. Das heißt: Das Internet ist akut in Gefahr!
Die gute Nachricht: Wir können das noch verhindern! In der Bevölkerung gibt es massiven Widerstand, und auch im europäischen Parlament mehren sich die kritischen Stimmen. Unsere beste Chance ist also die finale Abstimmung im EU-Parlament, die voraussichtlich Ende März / Anfang April stattfinden wird.

Du hast bisher nichts von den geplanten Reformen mitbekommen?

Kein Problem, wir informieren dich gerne!

Artikel 13: Upload-Filter

Unter dem Vorwand, Urheberrechtsverletzungen verhindern zu wollen, sollen Internet-Plattformen wie YouTube dazu gezwungen werden, von Benutzern hochgeladene Inhalte zu prüfen. Dies wird in der Regel durch automatisierte Upload-Filter geschehen. Das Problem: Diese Systeme haben sich bisher als extrem fehleranfällig erwiesen und werden in der Praxis überwiegend legitime und harmlose Werke wie Memes und Parodien blockieren. Kleine Anbieter und Startups werden sich außerdem eine Umsetzung nicht leisten können und werden dadurch benachteiligt. Im Ergebnis nutzen Upload-Filter wenig bis nichts, schränken aber die freie Meinungsäußerung stark ein.

Artikel 11: Leistungsschutzrecht

Mit dem Leistungsschutzrecht sollen Anbieter wie z.B. Google News dazu gezwungen werden, für die Verlinkung von Nachrichten Geld an die Verlage zu bezahlen. Das Problem: Eine Lizenzpflicht für die Verbreitung von Nachrichten wird keinen Beitrag zur Finanzierung des Journalismus leisten, sondern das Teilen professioneller Nachrichtenmeldungen verhindern und kleine Verleger, die am meisten auf das Teilen ihrer Artikel angewiesen sind, in ihrer Existenz bedrohen.

Diese Maßnahmen drohen das Internet kaputtzumachen. Menschen werden schon im Alltag Schwierigkeiten bekommen, beispielsweise beim Diskutieren von Nachrichten oder beim Äußern ihrer Meinung im Netz. Unsere Freiheit zur Teilhabe einzuschränken, um den Sonderinteressen großer Medienkonzerne zu dienen, ist nicht akzeptabel!

Die Piratenpartei unterstützt die Kampange #SaveyourInternet und ruft zu europaweiten Demonstrationen am 23.03.2018 auf!

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Kommentare

3 Kommentare zu Das Internet ist in Gefahr

  1. Dominic meinte am

    *Dreizehn

    • Hallo Dominic,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Dein Beispiel zeigt sehr gut, welche dramatischen Auswirkungen diese geplanten Reformen haben können. Leider, sitzen im EU-Parlament Abgeordnete denen das Internet so wie Wir es kennen nichts wert ist. Der öffentliche Druck muss erhöht werden, damit Wir diese geplanten Änderungen doch noch verhindern können.

      Mit piratigen Grüßen

      Lars

  2. Dominic meinte am

    Hallo sehr geehrte Piraten,
    da man vllt. Menschlich was gegen Art. 11 und dreißen machen könnte, wollte ich eine Email schreiben.
    Zu Art. 11 sollte man den EU Abgeordneten in etwa sagen, dass der Artikel die verläger weniger Einnahmen einbringt, als Gewinn, da viele erst dazu kommen auf solche Seiten zu klicken, weil sie bei Google news gezeigt werden und gegebenenfalls dann erst recht drauf klicken.
    Zu Artikel 13 habe ich immerhin ein ganz passendes Beispiel. Nehmen wir ein Spiel auf Youtube oder twitch, das let’s played wird, nehmen wir an dort ist ein total schöner Song zu hören, man weiß nun in dem Spiel ist der Song, man erkundigt sich im Internet nach dem/die Darsteller/in/n. Hat den Song gefunden und kauft sich die CD. Schon wäre es ein Gewinn für den Darsteller, obwohl es ja nach dem Urheberrecht verletzend sei. Aber der Darsteller sollte dadurch hoch zufrieden sein. Dass sein Song durch ein Spiel erfolgreich wird.
    Bei einem upload Filter, wie es heute dank der GEMA der Fall ist, will ich nicht wissen, wie viele unbekannte Darsteller Einbußen verzeichnen.
    Von mir aus nennen sie dieses Beispiel andere Parteien die für Artikel 13 Stimmen, vllt. Merken sie ja was sie da machen und passen das Urheberrecht dementsprechend an.

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